Weltweit litten 2024 rund 673 Millionen Menschen (etwa 8,2 Prozent der Weltbevölkerung) an Hunger – etwas weniger als in den Vorjahren, aber weiterhin deutlich mehr als vor der Corona-Pandemie.
Besonders betroffen sind Afrika mit 306,5 Millionen Menschen sowie Konflikt- und Krisenregionen. Akute Ernährungsunsicherheit erlebten zuletzt 295 Millionen Menschen, das entspricht einem neuen Höchststand. Über 2,3 Milliarden Menschen – etwa 28 Prozent der Weltbevölkerung – hatten keinen regelmäßigen Zugang zu ausreichend Nahrung (moderate oder schwere Ernährungsunsicherheit).
Frauen und Kinder sind weiterhin überproportional betroffen: Nur 48 Prozent der Frauen und 25 Prozent der Kinder in Afrika erreichen eine minimale Ernährungsvielfalt. 150 Millionen Kinder unter fünf Jahren leiden weltweit unter Wachstumsstörungen. In Afrika ist jeder fünfte Mensch unterernährt.
Für ein Leben ohne körperliche Anstrengung sind weiterhin etwa 1.800 kcal pro Tag notwendig. In Deutschland stehen durchschnittlich rund 3.500 kcal pro Person und Tag zur Verfügung – also fast doppelt so viel wie nötig.
Rund 60 Prozent der Hungernden sind Frauen und Mädchen. Täglich sterben weiterhin knapp 24.000 Menschen an den Folgen von Hunger und Mangelernährung – darunter 3,1 Millionen Kinder unter fünf Jahren jährlich. Nach wie vor ist der Tod von etwa 45 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren auf Unterernährung zurückzuführen. Etwa drei Viertel der Hungernden leben in ländlichen Gebieten.
Laut UNICEF kommen 15 Prozent aller Neugeborenen untergewichtig zur Welt. Über 75 Prozent der von Wachstumsstörungen betroffenen Kinder leben in Subsahara-Afrika (39 Prozent) und Südasien (38 Prozent).
Fast zwei Drittel der weltweit Hungernden leben in acht Ländern: Afghanistan, Äthiopien, Demokratische Republik Kongo, Jemen, Nigeria, Sudan, Südsudan und Syrien.
Laut aktuellem Global Hunger Index 2025 (GHI) beträgt der weltweite GHI-Wert 18,3 und ist damit kaum besser als 2016. In Burundi, Demokratische Republik Kongo, Haiti, Jemen, Madagaskar, Somalia und Südsudan sind die Werte „sehr ernst“ oder „alarmierend“ hoch. Insgesamt gelten 7 Länder als alarmierend und 35 Länder als ernst betroffen.
Global Hunger Index: https://www.welthungerhilfe.org/hunger/global-hunger-index
Über 70 Prozent der Erde sind von Wasser bedeckt, doch nur rund drei Prozent davon sind trinkbares Süßwasser. Der Mensch besteht zu etwa 60 Prozent aus Wasser. Ohne zu trinken überlebt er nur wenige Tage.
Weltweit haben rund 2,1 bis 2,2 Milliarden Menschen keinen gesicherten Zugang zu sauberem Wasser – das entspricht etwa einem Viertel der Weltbevölkerung. Besonders betroffen sind Familien und Gemeinschaften in ärmeren Regionen, vor allem in ländlichen Gebieten Afrikas und Asiens.
Mehr als 3,4 bis 4,2 Milliarden Menschen – also deutlich über die Hälfte der gesamten Weltbevölkerung – verfügen über keine sicheren Sanitäreinrichtungen. Etwa vier Milliarden Menschen leben in Regionen, die mindestens einen Monat pro Jahr unter hoher Wasserknappheit leiden. Jedes Jahr sterben Millionen Menschen an Krankheiten, die direkt auf mangelhafte Wasserversorgung und unzureichende Hygiene zurückgehen.
Das weltweite Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum sowie veränderte Konsumgewohnheiten sorgen dafür, dass der Wasserverbrauch jährlich weiter zunimmt – aktuell um rund 0,7 bis 1 Prozent pro Jahr. Der Landwirtschaft kommt hierbei mit rund 69 Prozent der globalen Süßwassernutzung nach wie vor die größte Bedeutung zu – sie entnimmt das meiste Wasser aus Flüssen, Seen und Grundwasserspeichern.
Hamburger, Pommes und Softdrink: Die Produktion eines typischen Fast-Food-Menüs verbraucht nach Berechnungen des WWF weiterhin etwa 6.000 Liter Wasser – vom Anbau von Kartoffeln und Getreide über Viehzucht bis zur Getränkeherstellung.
Würde man die weltweiten Trinkwasserreserven gleichmäßig unter allen Menschen verteilen, könnte eine in Deutschland lebende Person nach Berechnungen des Umweltbundesamts rund 40 Jahre lang ihren täglichen Bedarf decken.
Im Jahr 2025 steht besonders die Bedrohung der Süßwasserquellen aus Gebirgen und Gletschern durch den Klimawandel im Fokus des offiziellen Weltwasserberichts der Vereinten Nationen. Die UNESCO warnt, dass die "Wassertürme" der Erde rapide schwinden und Milliarden Menschen und Ökosysteme auf das Süßwasser aus diesen Regionen angewiesen sind.
Link zum UN-Weltwasserbericht 2025: https://www.unesco.de/aktuelles/un-weltwasserbericht-2025-gebirge-und-gletscher-in-gefahr/
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