Fakten zu weltweiter Bildung 2025
Das Recht auf Bildung ist ein grundlegendes Menschenrecht, wird jedoch weltweit weiterhin nicht allen Kindern und Jugendlichen garantiert. Laut UNESCO-Weltbildungsbericht 2024/25 sind immer noch rund 251 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit ohne Schulbildung. Außerdem verlassen etwa 650 Millionen junge Menschen die Schule ohne Abschluss oder grundlegende Fähigkeiten.
Rund 87,4 % der Weltbevölkerung ab 15 Jahren können lesen und schreiben, der Anteil der Analphabeten liegt aktuell bei 12,6 %. Die Analphabetenquote ist in den letzten Jahren leicht gesunken. Besonders große Unterschiede bestehen weiterhin zwischen Männern und Frauen sowie zwischen einzelnen Weltregionen – insbesondere in Subsahara-Afrika, Südasien und Teilen der arabischen Welt. Im Globalen Süden liegt die Analphabetenquote weiterhin bei etwa 27 %, während sie in Industrieländern unter 5 % beträgt.
In Deutschland gelten laut jüngsten Erhebungen weiterhin rund 6,2 Millionen Erwachsene als gering literalisiert, das entspricht etwa 12,1 % der erwerbsfähigen Bevölkerung. Viele von ihnen sind in Alltag und Beruf stark eingeschränkt.
Nach dem aktuellen UNESCO-Weltbildungsbericht schließen – außer in einkommensstarken Ländern Europas und Nordamerikas – bezogen auf 100 wohlhabende Jugendliche nur 18 der ärmsten Jugendlichen die Sekundarschule ab. Besonders ausgeprägt ist die Benachteiligung armer, junger Frauen im ländlichen Raum: In mindestens 20 Ländern, meist in Subsahara-Afrika, schließt kaum eine von ihnen die Sekundarstufe ab.
Weltweit tragen Privathaushalte weiterhin einen erheblichen Anteil der Bildungsausgaben: Rund 30 % der globalen Bildungsausgaben werden direkt von Familien finanziert. In Ländern mit niedrigem und unterem mittleren Einkommen liegt dieser Anteil sogar bei 39 %. Die Bildungsausgaben pro Kind stagnieren vielerorts trotz steigender Schülerzahlen, und es gibt wiederholt Rückgänge öffentlicher Investitionen in Bildung.
Etwa 8 % der Familien weltweit verschulden sich, um Bildungsausgaben zu bestreiten. Besonders gravierend ist dies in Ländern mit niedrigem Einkommen sowie in einzelnen Staaten wie Haiti, Kenia, den Philippinen und Uganda, wo die Verschuldungsrate für Bildungszwecke sogar bei 30 % oder höher liegt.
Diese Zahlen verdeutlichen den weltweiten Handlungsbedarf, um das Recht auf Bildung für alle Menschen sicherzustellen und Bildungsgerechtigkeit, insbesondere für benachteiligte Gruppen, zu erreichen.
Auszug aus den Redaktions-Newslettervorstellungen
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